Nicola – der alltägliche Bücherwahnsinn

Immer mal wieder beantworten mir Bücher ja Fragen, die ich nie gestellt haben. :) Gestern war es allerdings so, dass das Buch und ich ziemlich zeitgleich eine Frage gestellt haben.

Schatzi hat seit einigen Tagen eine Stimme wie Christian Storm von Lenßen und Partner, sprechen fällt ihm auch sehr schwer. Nun brummt er seit einiger Zeit vor sich hin, wenn er was möchte – Tee, Kekse oder einfach nur Zuneigung. Manches mal verstehe ich ihn aber gar nicht – wie eben auch gestern. Ich schaue ihn also fragend an und er brummt vor sich hin, verzweifelt wende ich mich wieder meinem Buch zu und was lese ich – die Frage einer Polizistin in “Finnisches Roulette” (übrigens nicht so empfehlenswert):

Gibt es eigentlich an der Volkshochschule einen Kurs zum Thema “Die häufigsten Arten des Brummens und die non-verbale Kommunikation des finnischen Mannes?”

Berechtigte Frage – und vor allen Dingen: wenn jemand so einen Kurs besucht hat oder gesehen hat (oder selbst einen solchen Kurs gibt): bitte bei mir melden! Ich will den auch belegen!

Bis dahin
Lieben Gruß
Nicola

So, ich schulde ja noch meine Lesestatistik für Januar 2010. Ich habe einige Bücher gelesen – an der Zahl und die waren es:

Autor Titel Note
French, Tana Totengleich 1,5
Klüpfel, Volker Milchgeld 2,0
Griesemer, John Herzschlag 2,0
George, Elizabeth Doch die Sünde ist scharlachrot 3,5
Kornbichler, Sabine Steine und Rosen 2,0
Mayall, Felicitas Wie Krähen im Nebel 2,0
Reichs, Kathy Der Tod kommt wie gerufen 2,5
Dorn, Wulf Trigger 2,0

Gekauft habe ich zwei Bücher – damit habe ich meinen SUB um 6 Bücher verkleinert.

Für die Wette heißt es, dass ich absolut im Schnitt bin – wobei jetzt der Februar reinhaut, aber das kommt in der nächsten Statistik.

Schatzi gefällt es nicht er will mich immer dazu überreden, doch das ein oder andere Buch zu kaufen – das ist ganz neues Verhalten :) Früher ging es ihm hauptsächlich darum, mich aus der Nähe von Buchhandlungen wegzukarren – alles hat so seine Vorteile. :)

Start SUB 01.01.2010 279
gelesene Bücher 01/10 008
erworbene Bücher 01/10 002
SUB am 31.01.2010 273

Es heißt also, dass ich in den nächsten 23 Monaten 74 Bücher mehr lesen, als kaufen muss – in Zahlen pro Monat ausgedrückt: pro Monat muss ich 3,2 Bücher mehr lesen, als kaufen.

Es ist machbar – aber ich weiß auch vom Februar… Ihr bald auch. :)

Lieben Gruß

Nicola

Bei Kossi fand ich schon vor “ewigen Zeiten” die Liste der 100 beliebtesten Bücher der Deutschen. Irgendwann wollte ich mich auch mal dran setzen und schauen, welche Bücher ich von dieser Liste bereits gelesen habe.

33 dieser Bücher habe ich gelesen, andere stehen auf meiner “ach, das wollte ich doch schon immer mal lesen”. Man erkennt aber denke ich auch deutlich, dass ich in der Schulzeit kaum Klassiker lesen musste/ durfte. Aufgeholt habe ich das nie. :)

Wie sieht es denn bei euch aus?

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen (Film gesehen)

18. Der Name der Rose, Umberto Eco

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Ich habe hier und hier und hier und hier einen – nicht ganz ernstzunehmenden – Test gefunden, den ich auch unbedingt machen möchte.

Hier werde ich also die Frage beantworten: Bin ich lesesüchtig?
trifft nicht zu
trifft zu

1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon!

2. Deine Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt!

3. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4!

4. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr Sommer Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst!

5. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers!

6. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst!

7. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa!

8. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.

9. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen!

10. Dein Postbote hasst dich!

11. Deine Familie erkennt dich ohne Buch vor dem Gesicht nicht mehr!

12. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen!

13. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber!

14. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren!

15. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!

16. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180!

17. Man nennt dich auch den ‚Schrecken der Flohmärkte’!

18. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
Weniger mein Vermieter, sondern eher mein Freund hält mir das permanent vor.

19. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen!

20. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher!

21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.

22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.

23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.

24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.

25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.

26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.

27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.

28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.

29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.

30. Du anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.

31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.

32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.

33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.

34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.

35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.

36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, (obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.)

37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest

38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.

39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.

40. Deine Umgebung völlig schockiert darauf reagiert, dich ohne Buch anzutreffen.

41. Du dich über ein schlechtes Fernsehprogramm und damit mehr Lesezeit freust.

42. Wenn du das Buch auch aufs Klo mit nimmst und liest

43. Du andauern rufst: “Oh! Eine Buchhandlung!”

44. Du ständig über kreative Möglichkeiten nachsinnst, Deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen

45. Du diverse Listen -incl. Sub – führst bzw. Dateien anlegst, um den Überblick über die Bücher zu behalten

Mein Ergebnis: fortgeschrittenes Stadium – aber scheinbar noch nicht hoffnungslos. Gut – eigentlich hätte ich es auch ohne diesen Test gewusst, aber lustig ist es schon. :)

Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig
Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium
Mehr als 30 Treffer: nicht mehr therapierbar.

Nein, das ist kein Werbebeitrag für den ADAC, sondern eine wiederholte positive Erfahrung mit diesen gelben Engeln.

Derzeit habe ich nicht sonderlich viel Glück mit meinem Flitzer – auch wenn die restlichen Reparaturen eher Verschleißteile sind, trotzdem ist es teuer – gefällt mir so gar nicht.

Ich war gestern auf dem Heimweg von meiner Fortbildung. Rauf auf die Autobahn, ich bin noch keine hundert Meter gefahren, da gibt es einen Ruck, mein Auto bricht nach links aus. Zurück in die Spur und merke es geht gar nichts mehr, also rauf auf die Standspur.

Und in dem Moment kam mir erst die Möglichkeit: ist mir gerade ein Reifen geplatzt? Ausgestiegen, geguckt und er qualmte ziemlich und sah “ein wenig” zerfetzt aus. Dann habe ich ADAC angerufen und gewartet – ja, es dauerte ein wenig, aber die Rettung kam und schleppte mich ab. Fuhr mit mir durch die Weltgeschichte, um nach Möglichkeit direkt ein Ersatzrad für mich zu besorgen. Hat nicht geklappt. Fast wäre ich auch noch nach Hause gebracht worden – ohne Plus Mitgliedschaft und ohne Zuzahlung, leider kamen dann ein paar neue Einsätze. Bedingt auch durch das Schneewetter. Egal, Auto in die Werkstatt, alles wichtige aufgenommen und dann auf der Raststätte “ausgesetzt!”.

Heute konnte ich mein Auto dann mit neuen Schuhen abholen. Schnell, flott, super – ich hoffe, ich brauche sie nie wieder, aber gestern haben sie mich wirklich gerettet.

Auch die Geschichten eines ADAC – Abschleppdienstes waren sehr interessant und ich mach mich mal auf den Weg, ob es auch einen Abschleppblog gibt. Das ist nicht uninteressant.

Morgen habe ich frei – das brauche ich auch gerade. Und Donnerstag gehts wieder los. Ich hoffe, das Wetter beruhigt sich dann noch einigermaßen…

Bis dahin
Nicola

2010 24 Jan

Wohnungssuche

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Es ist immer wieder faszinierend, welch unglaublichen Dinge auf der Welt geschehen können. Vor ein paar Tagen kam ich spät nach Hause, Schatzi begrüßte mich und meinte

Kann sein, dass wir bald wieder ausziehen müssen!

??????? – zu viel mehr Ausdruck war ich in dem Moment gar nicht fähig.

Ja, eben war eine Familie da, die sich das Haus anschauen wollte.

Ganz ehrlich: ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Die Familie hatte einen Ausdruck in der Hand – mit „unserem Haus“. Adresse stand drin – richtig beschrieben. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie die an diesen Ausdruck gekommen sind, ich vermute, dass sie vor einem Jahr wirklich mal gesammelt haben. Alle Häuser und Wohnungen, die sie interessieren und es heute erst schaffen, da mal vorbeizufahren.

Ein Anruf hätte ihnen den Weg erspart – wir haben nicht vor auszuziehen und eine Kündigung ist uns bisher noch nicht ins Haus geflogen (die ja auch eigentlich nur wegen Eigenbedarf eintrudeln darf).
Also: wer auch immer unser Haus mieten mag: ruft vorher an! Es lohnt sich!

Ich hoffe jetzt wirklich, dass sie einen Ausdruck vom letzten Jahr dabei hatten und das Haus nicht doch irgendwo zur Miete ausgeschrieben steht – wir konnten es nicht finden. Abwarten und Tee trinken.

Euch noch einen schönen Abend – lasst es euch gut gehen
Nicola

Na ja, es fährt nicht wirklich, gestern habe ich mich von meinem Auto getrennt – allerdings hoffe ich, dass es sich nur um eine Nacht handelt und ich mein Gefährt nachher wieder bei mir habe. Ganz gespannt warte ich auf die Nachricht von der Werkstatt, ob es wieder läuft. Warum eigentlich? Tja, da gibt es eine Menge, angefangen hat es mit einer kleinen Glühbirne, die gewechselt werden muss, dazu kamen dann noch große Schwierigkeiten meines Autos, mit den momentanen Temperaturen umzugehen. Wenn es kalt ist, geht der Motor wieder aus. Mein (nicht vorhandener) Sachverstand hatte die Ursache eigentlich ganz schnell gefunden: die Batterie, nach Schatzi gerufen: Nö, es kann viel sein, aber nicht die Batterie.

Also sind wir am Samstag zur Werkstatt unseres Vertrauens gefahren. Dummerweise hat der Mann an meiner Seite ein viel besseres Gehör als ich.

Was schleift denn da?

Da schleift nix.

Doch, hörst du das nicht?

Mmh, ja, nein – ich hör nix.

Ganz ehrlich, ich habe nix gehört, aber das hat ja auch nicht unbedingt was zu sagen, wobei ich mit meinem zweiten Paar Ohren schon das Gefühl habe, wenigstens Veränderungen der Geräuschkulisse mitzubekommen.

Gut, das Ende vom Lied: Bremsen, Stoßdämpfer hinten und die Glühbirne. Zum Ausgehen konnten sie da natürlich nichts sagen – deswegen gucken sie da ja heute.

Teuer wird es wohl – wobei ich dann immer zu hören bekommen, dass für das, was da ja gemacht wird, das alles gaaaaaaaaaaaaaaaanz günstig ist. Trotzdem viel Geld – und das im Januar… wenn ich mir ausrechne, wie viele Bücher ich dafür hätte kaufen können.

Mach ich nicht… So, morgen noch ein paar Stunden und dann ist Wochenende – wenn das Wetter mitspielt, bin ich in der alten Heimat und lasse mich von Mutti verwöhnen – ich hoffe, sie sieht das genauso.

Einen lieben Gruß euch allen
Nicola

Tja, sicherlich wundert man sich häufiger über seine Geschwister – oder auch sämtliche Menschen auf dieser Erde, aber eine Mörderin in der Familie, damit hätte ich nicht gerechnet.

Gut, dass meine Nichte aufpasst und mir alles mitteilt. So verkündete sie mir also:

Wir müssen leise, Papa schläft.
Wie, der schläft, um diese Zeit? Warum das denn?
Na ja, der hat die Nacht gearbeitet und Mama hat ihn eingeschläfert.

Upps, ich sollte doch mal meine Eltern arufen, was da im Hause Schwester so abgeht.

Liebe Grüße
Nicola

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Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt.

Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

 

Es ist schnell klar, zu welcher Zeit die Geschichte der beiden Freunde spielt und wie unterschiedlich deren Welten sind. Bruno, der Sohn eines Kommandanten, Schmuel der Junge im Konzentrationslager.

Die erste Begegnung der beiden Jungen ist rührend. Beide am gleichen Tag geboren, beide fühlen sich in ihrer Ausweglosigkeit gefangen und scheinen sich gegenseitig zu helfen und zu wärmen. 

Die Frage, die ich mir beim Lesen und auch heute – einige Tage danach – stelle ist: kann ein 9jähriger Junge damals wirklich so naiv gewesen sein, dass er nicht mitbekommt, was in seinem Umfeld passiert.

Aber trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – Brunos Naivität hat mich das Buch doch sehr bewegt. Immer wieder wollte ich ihn schütteln und ihm erklären, was auf der anderen Seite des Zaunes vor sich geht: aber ich konnte ihn natürlich nicht, von seinem größten Abenteuer abhalten: das Anziehen des gestreiften Pyjamas und dem Besuch auf der anderen Seite des Zauns.

Ein sehr bewegendes Buch für mich, das von mir die volle Punktzahl erhält.

Nicola

Hallo miteinander,

seit 3 Wochen warte ich darauf, dass es schneit. Seit drei Wochen hätte sich dieser Winter hier austoben dürfen, aber nein, da gab es keinen Schnee. Nun ist am Montag mein Urlaub vorbei und der Winter kommt. Sehr schön …

Eben war ich einkaufen, da waren die Straßen zum Glück schon frei – wenigstens die Hauptstraßen, allerdings soll ja am WE viel weißes von oben kommen.

Seit dem Schneechaos im Münsterland 2005 bin ich unsicher beim Fahren. Der Weg damals von Osnabrück zurück nach Emsdetten (normalerweise in schnellen 30 Minuten zu erledigen) hat über fünf Stunden gedauert – jetzt weiß ich auch, warum immer empfohlen wird, eine Decke und Tee im Auto zu haben. Hab ich aber trotzdem nicht … habt ihr für so etwas vorgesorgt?

Mal schauen, ich hoffe ja noch auf Temperaturanstiege bis Montag 7:00 Uhr … Bin ich gerade sehr naiv? Ich glaube. :-)

Nicola


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