[aartikel]3426633094:left[/aartikel]Die Therapie – Sebastian Fitzek
Droemer Knaur, 2006
332 Seiten
Kurz zusammen gefasst
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Eben noch hat Viktor Larenz sie bei einem Arzt vorbei gebracht, kurze Zeit später ist sie schon verschwunden. Arzt und Arzthelferin, niemand will sie gesehen haben.
Josys Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Nach Josys verschwinden, praktiziert Viktor nicht weiter als Psychiater. Um zur Ruhe zu kommen, zieht er sich in ein einsames Ferienhaus zurück. Eines Abends sucht ihn dort eine Frau namens Anna Spiegel auf, die augenscheinlich unter Wahnvorstellungen leidet, die sie sehr quälen. Immer wieder erscheint ihr dort ein Mädchen, das – ähnlich wie Josy – spurlos verschwunden ist.
Viktor lässt sich darauf ein, Anna zu therapieren und erlangt mehr und mehr die Gewissheit, dass es sich bei diesem Mädchen, um seine verschwundene Tochter handelt.
Doch was ist Realität, was ist Fiktion?
Meine Meinung
Für mich eines der Bücher 2006. Das Buch habe ich geschenkt bekommen, hatte aber im Vorfeld schon viel positives davon gehört, so dass ich wirklich gespannt war, was mich da erwartet.
Jetzt finde ich es allerdings schwierig, etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel zu erwähnen.
Durch die schnelle Erzählweise hetzte ich regelrecht durch das Buch und es hat nicht lange gedauert, bis ich „drin“ war im Buch. Ich fühlte mit Viktor, der um sein Kind trauerte, ich beobachte Anna Spiegel mit Skepsis und immer mehr wurde sie für mich die Böse, die all das Leid der Familie Larenz verursacht hatte.
In jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie, wie das Buch ausgehen könnte und wurde dann doch sehr schnell eines besseren belehrt, denn im nächsten Kapitel kam die nächste Wendung, die mein konstruiertes Ende schnell wieder zunichte machte.
Und dann kam ich zu dem Ende. Das offizielle Ende, mit dem ich nie gerechnet hätte. Ein Ende, das entweder gefällt oder missfällt und mir hat auch das gefallen.
Ein Buch ohne Blutgier, dafür psychologisch wunderbar stimmig aufgebaut – zumindest für mich.