Nicola – der alltägliche Bücherwahnsinn

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Archiv: September 2008

So, gestern war der Tag: Ich habe einen Heiratsantrag bekommen. Das Problem ist, ich habe ihn nicht von Schatzi bekommen, sondern von einem Jugendlichen* in unserer Einrichtung.

Nett, wie ich bin, habe ich Schatzi natürlich noch die Möglichkeit gegeben, mir ein “Angebot” zu machen – wobei ich sagen muss, dass ich nicht wirklich mitbekommen habe, wie es aussieht (sein Angebot)
Aber nach längerem Überlegen habe ich mich doch für Schatzi entschieden – ich hoffe, es wird ihn freuen. ;)

Nicola

*Das Tragische ist eigentlich, dass dieser Jugendliche zwar nur Freunde gespiegelt hat, aber viele von ihnen wirklich eine Frau suchen, damit sie nicht abgeschoben werden – ohne jetzt eine Diskussion zum Bleiberecht los treten zu wollen

2008 30 Sep

Internet kaputt

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Gestern nach außen kommen und eben die abendlichen PC – Routinen machen wollen – den Weg durch meine Internetwelt eben.

Ging nicht… Keine Verbindung. *grummel* Nun gut, heute morgen funktioniert es zum Glück wieder. Und ich habe gestern Abend dann viel telefoniert und früh ins Bett gegangen – tat mir auch gut.

Schönen Tag noch
Nicola

Meine kleine Nichte hat schon wieder einen Wunsch – einen typischen Mädchenwunsch – ein Pferd eben.

Meine Schwester: Ja, ein Pferd kannst du dir kaufen, wenn du zu Hause ausziehst.
Levke: kaufen? Aber wie soll das denn gehen – es geht doch gar nicht über das Band im [Supermarkt].

Wie wahr, wie wahr – dass die Supermärkte da auch nicht besser ausgestattet sind. ;)

Nicola

[aartikel]3426637928:left[/aartikel]Sebastian Fitzek – Seelenbrecher
Alle Bücher von Sebastian Fitzek

Kurzbeschreibung
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt.

Meine Meinung:
Für ein Experiment lädt ein Professor Studenten der Psychologie in eine Klinik ein. Aufgabe ist es, eine Patientenakte in einem Rutsch durch zu lesen. Für das Lesen erhalten die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung. Der größte Teil der Teilnehmer bricht das Experiment nach den ersten Seiten ab, nur ein junges Pärchen bleibt, um weiter an dem Experiment teilzunehmen. Geschrieben ist die Patientenakte wie ein Roman aus Sicht von Casper, der mit Gedächtnisverlust in die Klinik eingewiesen wurde.

Von Anfang an vermuten die Patienten, die in der Klinik eingesperrt sind, zu wissen, wer der Seelenbrecher ist und versuchen diesen aufzuhalten. Immer wieder verschwinden weitere Patienten oder Mitarbeiter der Klinik. Auch die Caspers Ärztin wird Opfer des Seelenbrechers und versinkt in einer Art Todesschlaf.

Das besondere an diesem Buch ist die Vermischung von Realität und Fiktion, die Sebastian Fitzek wunderbar geschafft hat. Zwischen des Lesens der Patientenakte, können wir auch immer an der Gedankenwelt der beiden Teilnehmer des Experiments teilhaben, ähnliche Fragen, wie die beiden aufwerfen, habe ich mir beim Lesen der Akte auch selbst gestellt.

Schön fand ich auch, dass „alte Bekannte“ aus vorherigen Büchern in einer Nebenrolle aufgetaucht sind, dass mich zu den abstrusesten Theorien veranlasst hatte – und ich lag mit ihnen komplett falsch.
Ich weiß auch gar nicht wie Fitzek es macht – er schafft es allerdings, dass ich seine Bücher in Rekordzeit lese. Ich selbst fühlte mich als einer der Probanden in dem Experiment, als Leserin dieser Patientenakte. Ein Spiel mit der menschlichen Seele, die seine Bücher verdammt unheimlich machen, dabei sind seine Griffe in die Trickkiste der Psychologie so real, dass sie mir ein unheimliches Gefühl und den ein oder anderen Gänseschauer bescherten.

Wer allerdings denkt, dass Buch endet auf der letzten Seite, der hat geirrt, denn eine Adresse führt zu einem weiteren Rätsel – interaktiv geht es weiter.

Auch über die Leserunden lese ich viele spannende Dinge, gerne würde ich eine besuchen, leider findet hier in der Nähe keine statt – aber vielleicht kommt das ja noch.

Übrigens, die Lösung, des Rätsels habe ich hier versteckt

Ganz klar 5 Buchwürmchen für den Seelenbrecher

Nicola 

[aartikel]3426633094:left[/aartikel]
Die Therapie

Kurzbeschreibung:
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird

[aartikel]3426637189:left[/aartikel]
Amokspiel
Kurzbeschreibung:
Jan May glaubt nicht, dass seine Freundin Leonie tot ist. Schließlich war sie doch am Telefon, Sekunden nur, bevor ein Polizist ihm von dem Autounfall erzählte. Ira Samin hingegen weiß, dass ihre Tochter tot ist. Sie hat Selbstmord begangen, und Samin, gebrochen, alkoholabhängig und von Schuldgefühlen gepeinigt, will ihr folgen. Doch die Kriminalpsychologin kommt nicht dazu, sich das Leben zu nehmen, weil sie zu einem Geiseldrama in einen Radiosender gerufen wird. Jan May hat die Kontrolle über die Sendung an sich gerissen und die Regeln des halbstündigen Telefonspiels verändert: bei Anruf Mord. Für jede falsche Parole will er eine Geisel erschießen, bis Leonie wieder bei ihm ist. Das von Simon Jäger gelesene Hörbuch nach Fitzeks zweitem Bestseller ist ein atemberaubender Thriller von cineastischer Geschwindigkeit. Jedem Protagonisten muss man misstrauen, und hinter jeder Ecke lautert eine neue Wendung.

[aartikel]3426197820:left[/aartikel]Das Kind
Robert Stern wird in ein perfides Spiel hineingezogen: Zehn Jahre ist es her, dass sein Sohn an plötzlichem Kindstod starb. Jetzt erfährt er, dass er noch leben könnte, und gleichzeitig führt ihn ein mysteriöser Junge auf die Spur eines lange vergangenen Mordes…

Es ist ein typisches Fitzek-Setting: Ein einsames Industrieglände bei Nacht. Robert Stern, der erfolgreiche Anwalt, wartet in seiner Limousine auf eine Kontaktperson. Mit vielem hatte er gerechnet, nur nicht mit einem Zehnjährigen, der fest davon überzeugt ist, in seinem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Auf unheimliche Weise wird Stern schließlich von der Geschichte überzeugt – als ihn der Junge zu einer verwesten Leiche führt. Es soll nicht die einzige bleiben…

Fitzek hat mit dem Tod eines Kindes und dem damit verbundenen Trauma ein heikles Thema gewählt, das notwendigerweise einen schwierigen Balanceakt darstellt. Man muss Sebastian Fitzek Respekt zollen, dass er in seinem inzwischen dritten Roman diese Herausforderung gemeistert hat. Das Abgleiten ins Banale, klischeehafte Rollenzuweisungen und die serielle Produktion “großer Gefühle” vermag er zu vermeiden. Er setzt dagegen auf überzeugende Charaktere, hohes Tempo und nicht zuletzt eine gute Portion “Mystery”, etwa wenn es um die “Rückführung” seines zehnjährigen Mandanten in sein früheres Leben geht. So jagt uns Sebastian Fitzek zusammen mit Robert Stern, der Freundin Carina und dem kleinen Simon durch die deutsche Hauptstadt und zeigt uns eine düstere Halbwelt jenseits der Machtzentralen, in der mit Missbrauch und Prostitution das große Geld gemacht wird.

[aartikel]3426637928:left[/aartikel]Der Seelenbrecher
Kurzbeschreibung:
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

[aartikel]3426198479:left[/aartikel]Splitter
Kurzbeschreibung:
Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.

Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur…

[aartikel]3453013808:left[/aartikel]Stieg Larsson – Vergebung
Band 3 aus der Millenniumtrilogie

Kurzbeschreibung:
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte. Nach “Verblendung” und “Verdammnis” der grandiose Höhepunkt der Trilogie um das Ermittlerduo Blomkvist und Salander.

Mit einer Kugel im Kopf wird Lisbeth Salander in die Notaufnahme eingeliefert. Sie hat den Kampf gegen Alexander Zalatschenko, berüchtigter Drahtzieher mafiöser Machenschaften, ein weiteres Mal knapp überlebt. Aber wird sie gegen den schwedischen Geheimdienst bestehen können, der alle Kräfte mobilisiert, um sie ein für alle Mal mundtot zu machen? Zu groß ist die Gefahr, dass sie die Verbindung zwischen Zalatschenko und der schwedischen Regierung aufdeckt. Unterdessen arbeitet Mikael Blomkvist unter Hochdruck daran, Salanders Unschuld zu beweisen. Es fehlen nur noch wenige Details, und er wird das Komplott gegen Salander aufdecken. Auch als seine Ermittlungen von höchster Stelle massiv behindert werden, führt Blomkvist seine Arbeit unbeirrt fort. Er weiß genau, dass er nur noch diese eine Chance hat, um Lisbeth Salander zu retten.

Meine Meinung:
Gleich vorweg, ich habe Vergebung direkt nach Verdammnis gelesen – in der Regel lese ich nur selten zweimal etwas vom gleichen Autor. Wer allerdings Band 2 gelesen hat, wird verstehen, dass ich mir direkt im Anschluss daran lesen musste.
Vergebung geht dort weiter, wo Verblendung aufhörte, mir war klar, dass ich auf den dritten Band nicht als Taschenbuchausgabe warten konnte.

Lisbeth wird mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Nur wenige Zimmer weiter liegt ihr Vater – Alexander Zalatschenko (genannt Zala) und beschuldigt seine Tochter, einen Mordversuch an ihn begangen zu haben. Ihre Verletzungen habe er ihr nur aus Notwehr zugefügt.

Nicht nur Zalatschenko und Niedermann, sondern auch einige Mitglieder der Sicherheitspolizei versuchen Lisbeth für immer in die Psychiatrie einweisen zu lassen, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Die Sicherheitspolizei schreckt auch nicht vor Mord zurück. Um weitere Probleme zu unterbinden, wird Zalatschenko umgebracht.

Mikael Blomkvist und seine Verbündeten versuchen Lisbeths Unschuld, sowie ihre psychische Gesundheit zu beweisen, um die wahren Schuldigen überführen zu können.

Meine Erwartungshaltung an Band 3 war immens hoch – habe ich doch schon die beiden Vorgängerbände verschlungen und die Hauptcharaktere lieben und schätzen gelernt. Lisbeth Salander, absolut unangepasst, hochintelligent, mit ihren eigenen moralischen Grundsätzen, die aber auch Mord nicht ausschließen ist eine faszinierende und schillernde Persönlichkeit, die meine ganzen Sympathien hatte. Daneben Mikael Blomkvist mit seiner teils naiven, aber im Gegenzug auch knallharten Seite. Aber Larsson hat auch alle Nebencharaktere mit viel Tiefe gezeichnet.

Spannend, mit einem hohen Tempo ist Vergebung das großartige Finale der Millennium – Trilogie und so gebe ich klare, volle 5 Buchwürmchen – hätte ich mehr zur Verfügung, hätte ich auch mehr gegeben.

Nicola

[aartikel]3453433173:left[/aartikel]Stieg Larsson – Verdammnis
Band 2 aus der Millenniumtrologie

Kurzbeschreibung:
Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin “Millennium” eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Meine Meinung:
Verdammnis ist der zweite Teil der Millennium Trilogie und ich empfehle auf jeden Fall den Band 1 – Verblendung – im Vorfeld gelesen zu haben, da Verdammnis unmittelbar daran anschließt.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht dieses Mal Lisbeth und ihre schreckliche Vergangenheit – die sowohl spannend, als auch düster ist.

Reich ist Lisbeth geworden – verändert hat sie sich allerdings nicht, was gleich auch in den ersten Kapiteln des Buches klar wird, auch wenn sie ein wenig fraulicher geworden ist, da sie sich einer Schönheitsoperation unterzogen hat. Den Kontakt zu Mikael Blomkvist hat sie komplett abgebrochen – auch wenn Mikael immer wieder versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen – für sie war und ist sie eine wichtige Freundin geworden.

In der Millennium – Redaktion wird das neue Themenheft geplant. Dag Svensson trat mit einer Enthüllungsstory an die Redaktion heran, in der es um Mädchenhandel und Prostitution in Schweden geht und auch vor ganz hohen Politikern nicht halt macht.

Als Lisbeth eher zufällig Mikaels Festplatte mal wieder durchstöbert, stößt sie auf die Recherchearbeiten von Dag Svensson und als sie in diesem auf ihr wohlbekannte Namen stößt, beschließt sie, Dag aufzusuchen.

Als diese ermordet aufgefunden werden und wenig später auch Lisbeths Betreuer Nils Bjurman gerät Lisbeth unter Mordverdacht. In den Medien wird sie als gefährliche, und – was scheinbar weitaus schlimmer ist – zu einer „satanistischen Lesbenband“ zugehörig – ihr erinnert euch an die „Evils Fingers“? Mikael Blomkvist will und kann sich nicht vorstellen, dass Lisbeth diese Morde begangen hat und beginnt für sie zu kämpfen.

750 Seiten – ein wirklich dickes Buch, dass ich trotzdem in einem Wochenende verschlungen habe. Stieg Larsson verstand es, die Spannung zu halten – leider verstarb er viel zu früh 2004. Nur mit dem Ende habe ich so meine Probleme, da wurde die Geschichte dann doch zu sehr konstruiert. Lisbeth wurde mir doch zu sehr zu Super Woman, so dass ich schweren Herzens ein Würmchen abziehen muss.

Aber trotzdem noch gute vier Würmchen – mit einem Hang zum fünften.

Nicola

[aartikel]3453011813:left[/aartikel]Stieg Larsson – Verblendung
Teil 1 aus der Millenniumtrologie

Kurzbeschreibung
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis.

Meine Meinung
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht der Journalist Mikael Blomkvist, Mitherausgeber der Zeitschrift Millennium.

Nach einer Enthüllungsstory über einen Geschäftsmann, die sich im Nachhinein nicht beweisen kann, ist Blomkvists ansonsten tadelloser Ruf angeschlagen. Um seine Zeitung zu schützen, zieht er sich aus dem Geschäft zurück und nimmt das Angebot des Großindustriellen Vanger an.

Als Biograph getarnt, soll Blomkvist das Verschwinden Vangers Nichte Harriet aufklären, deren Leiche nie gefunden. Blomkvist zieht dorthin und findet schnell neue Anhaltspunkte. Bald nimmt Blomkvist noch die Dienste der Privatdetektivin Lisbeth Salander in Anspruch. Lisbeth – eine schillernde Persönlichkeit, mit verblüffenden Talenten. Mit ihrem fotografischen Gedächtnis und ihren Hackerfähigkeiten am Computer ist sie für Mikael eine große Unterstützung – auch wenn ihre Beziehungsfähigkeiten sicherlich zu wünschen übrig lassen. Aber gerade diese Schwächen machen Lisbeth Salander zu einer sehr liebenswürdigen Person und wenn sie das jetzt lesen würde – ich glaube, diese Charakterisierung würde ihr nicht gefallen.

Als die beiden herausfinden, dass Harriets Verschwinden in einem weitaus größeren Zusammenhang steht, geraden die beiden selbst in Gefahr und werden dabei fast selbst zur „Leiche im Keller“.
Zwei schillernde Persönlichkeiten wobei ich Lisbeth Salander noch interessanter und vielschichtiger finde, als Mikael Blomkvist. Larsson schildert seine Hauptfiguren so facettenreich und mit soviel Tiefe, dass ich meine, ich kenne sie persönlich.

Während ich die ersten Seiten eher zäh fand, verstand es Larsson im weiteren Verlauf den Spannungsbogen immer weiter anzuziehen, so dass es sehr schwer war, das Buch überhaupt zur Seite zu legen.

Ein guter Roman, dem ich trotz mancher Schwächen 5 Würmchen gebe 

… wenn ein Vater auf dem Fahrrad mit seinen Kindern im Schlepptau, bzw. auf dem Kindersitz mir – dem Autofahrer – die Vorfahrt nimmt und auch noch den Fahrradweg tunlichst ignoriert.

Gerade auf der SZ gefunden.

Jeder fünfte Deutsche (20 Prozent) hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben noch kein Buch gelesen. Nach dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts weiter lesen

Ehrlich gesagt, hätte ich mit einer größeren Zahl an “Nicht – Lesern” gerechnet. Gerade wenn ich mich in der Einrichtung umhöre (Kollegen ausgeschlossen, die sind zum Teil genauso verrückt wie ich :lol: ) habe ich das Gefühl, das gerade junge Leute kaum noch lesen.
Ich scheine da wirklich eine aussterbende Spezie zu sein, weil ich immer ein Buch dabei habe.
Beäugt wird auch die Lesemenge, die ich am Tag schaffe.
“Das musst du dir angucken, heute ist sie noch da vorne, und wenn du morgen guckst ist der Zettel (mein Lesezeichen) ganz weit hinten”

Schatzi hat dieses Jahr glaube ich auch noch kein Buch gelesen – wird er nur nicht zu geben (nicht Schatzi ;) ).

Nicola


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