[aartikel]3453432746:left[/aartikel]Rezension Sabine Thiesler – Das Hexenkind
Kurzbeschreibung
Ein Pilzesammler entdeckt in einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toscana eine schlimm zugerichtete Leiche. Der deutschstämmigen Sarah, Frau des Trattoriabesitzers Romano, hat jemand die Kehle durchgeschnitten. Dieser Mord ist aber erst der Anfang für ein Verhängnis, das vor Jahren in Deutschland begann, sich nun über die ganze Familie auszubreiten beginnt und sich bis zu einem bitterbösen Ende steigert.
Meine Meinung
Ich habe vor kurzem ja bereits “Der Kindersammler” von Sabine Thiesler gelesen, der mir sehr gut gefallen hat.
Nun habe ich zu Weihnachten das nächste Buch von dieser Autorin geschenkt bekommen.
Beim Lesen war ich sehr schnell in den Bann des Buches gefangen und las das Buch innerhalb von zwei Tagen durch.
Sarah wird in ihrem Haus mit durchschnittenen Kehle aufgefunden. Warum hat jemand die lebenslustige und lebensbejahende Frau so zugerichtet? Erklären kann sich das niemand. Wirklich niemand?
Die Ereignisse, die zu diesem Mord führten, reichen über zwanzig Jahre zurück und nehmen ihren Anfang in Deutschland. Sarah spannt ihrer Freundin beim Zelten an der Ostsee ihren Freund aus, einen eigenbrötlerischen Musiker. Schnell ziehen die beiden zusammen und Sarah wird schwanger und Elsa wird geboren. Elsa ist ein sehr anstrengendes Kind, das permanent schreit und sich dann nicht beruhigen lässt. Ihr Mann erträgt dieses Kind nicht und immer wieder wird er Sarah gegenüber gewalttätig, so das sie bald von ihm flüchtet. Von ihren Eltern erhält sie keinerlei Unterstützung und Rückhalt, sie halten Franky für einen charmanten Mann, der nur das beste für ihre Tochter will.
Sarah lernt den Italiener Romano kennen, der ihr hilft, wo er nur kann. Als die Unterstellungen von Franky allerdings immer schlimmer werden, flüchtet sie – dieses Mal schwanger von Romano – mit ihrer Tochter und ihm nach Italien, wo sie gemeinsam eine Trattoria eröffnen.
Eduardo kommt in Italien zur Welt und wird von allen geliebt, nur Elsa betrachtet ihn skeptisch. Häufig muss sie auf ihn aufpassen und schon früh fängt sie an, Eduard zu piesacken.
An Eduards zweitem Geburtstag fällt er in den Teich, überlebt diesen Unfall zwar, aber er hat Hirnschädigungen, so dass er auf dem Stand eines zweijährigen stehen bleibt.
Edi liebt seine große Schwester über alles und versucht immer wieder, ihren oftmals widerwärtigen Anforderungen gerecht zu werden, so das Elsa Edi schon bald soweit hat, das er alles für sie tut.
Ein Buch ohne viel Blut und grauenvollen Details, aber trotzdem ein Buch, das einem schauern lässt und vor allen Dingen nicht loslässt. Die menschlichen Abgründe, die in diesem Buch geschildert werden, sind grauenvoller, als viele blutigen Details in vielen anderen Krimis.
Für mich ein gelungenes Buch, wobei die Zufälle mir manches mal doch zu sehr konstruiert waren.
Eine Note zwei aber doch verdient.
