Nicola – der alltägliche Bücherwahnsinn

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Archiv: Sonntag, 31. Mai 2009

[aartikel]3426198479:left[/aartikel]Splitter von Sebastian Fitzek

Kurzbeschreibung
Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schief geht? Viel stärker als der Splitter, der sich in seinen Kopf gebohrt hat, schmerzt Marc Lucas die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls – denn seine Frau hat nicht überlebt.
Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Dann öffnet sich die Tür – und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht …

Meine Meinung:
Gestern kam er an, der Splitter, auf den ich mich schon lange gefreut habe. Wie bisher alle Fitzek Bücher ließ sich auch dieser überwiegend leicht und flüssig lesen. Heute Mittag waren die letzten Seiten gelesen und seitdem überlege ich, wie ich das Buch fand. Vielleicht hilft mir das Schreiben ja, eine abschließende Beurteilung zu finden.

Marc Lucas kann einem schon leidtun. Nach dem Tod seiner Frau will der das Vergessen lernen und antwortet auf eine Anzeige. Er wird als Proband in die Klinik geladen, lässt sich allerdings nur beraten und beschließt, nicht an dem Experiement teilzunehmen – den Preis, den er für das Vergessen zahlen müsste, ist ihm zu hoch. Jedoch passieren nach diesem Beratungsgespräch unerklärliche Dinge, die Marc an seiner Existenz zweifeln lassen.
Hier habe ich zwischendurch einmal gedacht „So, jetzt kann der nächste Schritt kommen“ – der dann auch glücklicherweise schnell kam. Dann ging es aber gewohnt spannend bis zum Schluss weiter. Aber genau von dem Ende weiß ich nicht, was ich halten soll: Überzogen? Passend? Völlig aus der Luft gegriffen? Typisch Fitzek? Nachvollziehbar – aber doch nicht wahrscheinlich? Ich glaube, es ist von allem etwas und möglicherweise brauche ich noch eine Weile, bis ich es genau weiß. :-)

Das andere Detail, was zum „Buchwürmchen“ – Abzug führte hat mit meinem Beruf zu tun. Ich bin Sozialarbeiterin und mir war bisher nicht bewusst, dass auch Juristen Streetworker werden. Streetworker sind in der Regel Sozialarbeiter, teilweise auch Pädagogen, Sozialwissenschaftler oder Psychologen. Streetwork ist eine Methode in der sozialen Arbeit.
Nun hat aber dieser Jurist mal eben die Rolle des Streetworkers übernommen – aber nicht umsonst gibt es den Studiengang „soziale Arbeit“ – weil es eben mehr ist, als mitfühlen, Kaffee trinken und „quasseln“.

Ob das jemand versteht? Ich weiß es nicht – aber mich nennt auch niemand Koch, obwohl ich wirklich gut und lecker koche. :D
Aber alles in allem gute 4 Buchwürmchen.

Schöne Pfingsttage euch noch
Nicola

Lilly stellt einige schöne Fragen, die ich gerne beantworten möchte, aber nicht ganz so leicht für mich ist, weil sich ja alles bei mir verändert hat.
Für 2008 habe ich eine sehr genaue Statistik, welche Bücher ich wann gelesen habe, für 2007 leider nicht. Aber ich versuche es mal einfach aus dem Gedächtnis heraus. :-)

Ändert sich Euer Leseverhalten in dieser Jahreszeit?
Da kann ich ganz klar “ja” sagen. Endlich kann ich wieder draußen auf dem Balkon (jetzt im Garten) sitzen und lesen. Ein kühles Getränk daneben und sonst nichts mehr. Ich bin auch nicht mehr so faul – Fremdberieselung wird zur “Selbstberieselung”. Sprich PC und Fernseher bleiben häufiger mal aus.

Lest ihr also mehr oder weniger oder habt ihr Lieblingsgenres für den Sommer?
Ich lese vielleicht 1- 2 Bücher mehr. Ob da die Statistik wirklich aussagekräftig ist? Im Sommer habe ich in der Regel auch meinen Haupturlaub (gehabt), häufig auch andere Arbeitszeiten usw., so dass sich das schwer sagen lässt – frag in einem Jahr noch mal Lilly, dann weiß ich vielleicht genaueres. :D
Ich lese ja grundsätzlich hauptsächlich Krimis und denen bleibe ich auch im Sommer treu. Allerdings mag ich dann keine Krimis, die im Winter spielen – bei zuviel Schnee wird mir beim Lesen kalt.

Lest ihr gern draußen, und falls ja, wo? Im Garten? Am Strand? Am See? Auf dem Balkon?
Überall – und draußen am liebsten

Was sind Eure ultimativen Sommerbücher? Habt ihr gute Tipps für andere Leser?
Nö, leider nicht – aber ich wäre für Tipps immer dankbar!

Und fahrt ihr dieses Jahr in den Urlaub? Falls ja, wohin geht es? Werdet Ihr Bücher mitnehmen? Wie viele?
Dieses Jahr gehts leider nicht in Urlaub… aber ich hoffe auf das nächste.
Bücher gehören immer dazu, aber häufig kaufe ich auch Bücher vor Ort nach.
Einpacken würde ich so 7 – 10 (abhängig wohin es geht).

Nicola


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