Nicola – der alltägliche Bücherwahnsinn

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Es war so schön – ich hatte eine Woche Urlaub. Zu Hause gab es eine Familienfeier – meine Patentante (und ihr Mann) feierten ihre Goldene Hochzeit. Ein Ehrentag, den ich wohl nicht mehr erleben werde. Aber es war schön, Onkel und Tanten mal wieder zu sehen.

Ohne nennenswerten Klimaprobleme bin ich mit der Bahn gefahren. Allerdings gab es bei der Abfahrt die ersten Probleme.

Schatzi war absolut Gentleman und trug mir den Koffer ins Abteil und hievte ihn dann hoch. Ich fand es nett, eine schnelle Verabschiedung und er verschwand – erwartungsvoll blickte ich nach draußen und suchte ihn. Das gibt es doch nicht: der wird doch nicht einfach so den Bahnhof verlassen haben? Weit und breit war nichts von dem Mann an meiner Seite zu sehen. Ich grummelte ein wenig vor mich hin und packte so langsam meine Reiseverpflegung und Buch aus, bis ich auf einmal aufmerksam wurde: das T-Shirt kenne ich doch? Tatsächlich: da war er – Schatzi! Er wollte doch noch mit mir bis zum nächsten Bahnhof fahren, damit die Zeit, die wir getrennt sind, nicht so lang war – so stellte ich mir das vor. Er behauptet nach wie vor etwas anderes: die Tür war zu und konnte von innen nicht mehr geöffnet werden. Mir gefällt die romantischere Variante viel viel besser. :)

Das würde auch dazu passen, dass er am Mittwoch zwei Stunden zu früh am Bahnhof war und sehnsüchtig auf mich gewartet hat. :-)

Die Tage in der Heimat waren wirklich schön, Geburtstag der kleinen Hexe Levi gefeiert, gefeiert, Freunde besucht, ausgeruht – aber zum Schluss waren die Tage dann doch viel zu kurz. Aber macht nichts – am Freitag sehe ich schon alle wieder, denn dann wird die Gewitterhexe eingeschult – die kleine Maus wird groß (und ich alt…!?!) – ich weiß es nicht.

Euch allen ein sonniges Wochenende
Nicola

… vergisst man wohl nie. Ob das für Levi auch zutrifft, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen.

Vor kurzem hat ihr ein Junge, der mit ihr gemeinsam den Kindergarten besucht, gestanden, dass er in sie verliebt sei. Ein wenig irritiert war ich schon darüber – in dem Alter, aber gut. Erstaunter war ich aber noch über Levis Antwort:

Ich mag dich ja auch, aber verliebt bin ich nicht in dich.

und am überraschendsten war für mich die Erklärung, warum sie ihm das so gesagt hat.

Na ja, hätte ich gesagt, ich finde dich doof, wäre er traurig gewesen und das wollte ich nicht.

Tja, ich denke mein Schwager wird nun schon ein wenig früher als gedacht diverse Sicherheitsvorkehrungen treffen – nicht dass auf einmal der Schwiegersohn in Boxershorts am Frühstückstisch sitzt und er hat nix davon mitbekommen.

Lieben Gruß
Nicola

Ich mache es kurz und knapp. Levi hat doch mehr Wünsche als gedacht.

Sollte ihr jemand diesen schönen Wunsch erfüllen, hier mal kurz die Suche bei google, für diejenigen, die lieber bei Amazon kaufen, dann hier zu erwerben.

Können auch gerne an meine Adresse geschickt werden – ich leite es dann weiter :cool:

Nicola

Ein Gespräch zwischen Levi und meiner Mutter

Oma, wo ist eigentlich deine Mama?
Meine Mama lebt nicht mehr, die ist im Himmel.
Warum ist sie da?
Sie war schon sehr alt und krank.

Levke überlegt

Dann bist du ja auch bald da, du bist ja auch schon alt!

Warum Kinder immer so schrecklich ehrlich sein müssen… :)


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